Josef-Kohlmaier-Halle | Stadthalle Limburg

TSCHECHISCHES NONETT

TSCHECHISCHES NONETT
Kategorie: Meisterkonzert der Kulturvereinigung Limburg
Freitag, den 01.03.2024 - 19:30 Uhr
Raum: Großer Saal

Antonín Dvořák: Serenade op 44

Die Serenade op.44 besteht aus nur vier Sätzen, die aber länger sind als die der Schwesterserenade. Ein Minuetto quasi marcia eröffnet das Werk: die Musiker, welche die Serenade darbieten, treten in heimlich humorvollem Marschrhythmus auf. Darauf folgt ein Scherzo, Tempo di valse, das die kunstvollen Figuren des Wiener Walzers mit denen einer Sousedská, eines ländlerähnlichen Volkstanzes, vertauscht. Der Trio - Mittelteil (Presto in B) unterstreicht noch das Heimatliche, indem er sich auf die wild dahinstürmenden Rhythmen eines stilisierten Furiant stützt. Das Andante con moto in A ist ein Liebeslied von großer Innigkeit und lyrischer Intensität, dessen Kantilene sich ständig wandelt. Diese wird von der Klarinette vorgetragen und von den anderen Bläsern synkopisch begleitet. Im Schlusssatz (Allegro molto in D) kehrt die derb-lustige Stimmung der ersten zwei Sätze wieder; Bilder eines Dorffestes tauchen auf, dessen verschiedene Episoden durch bestimmte Melodien und Rhythmen individualisiert werden. Ein angedeuteter Polkarhythmus geht der Reexposition des Eingangsmarsches voran; zu deren Klängen scheinen die Musiker, - damit augenz¬winkernd auf Haydns Abschiedssinfonie hindeutend - von der Schönen, der sie gehuldigt haben, und vom wohlwollenden Publikum, das ihrer Musik gelauscht hat, Abschied zu nehmen, Mit einem Bravourstück, einer schnellen und glanzvollen, vom Hörn angestimmten Stretta (Presto) klingt das Werk aus. Diese Partitur wird hier nicht in der gewohnten Instrumentierung gespielt, die den nur von Cello und Kontrabass begleiteten Bläsern vorbehalten ist, sondern in einer Bearbeitung, die der tsche¬chische Kontrabassist, Dirigent und Komponist František Hertl (1906-73) dem Tschechischen Nonett gewidmet hat. Die Rückkehr zum Gleichgewicht zwischen Streichern und Bläsern unterstreicht hier die Verwandtschaft dieses heiteren, reizvollen und bei aller Kunst schlichten Werkes mit dem Mozartschen Geist.

Foto ©TSCHECHISCHES NONETT

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