Nachlese
Do. 27.10.2011: STATUS QUO und THE HOOTERS IN LIMBURG
Ein Rockkonzert der absoluten Extraklasse mit „Status Quo“ und den „Hooters“ begeisterte mehr als 2000 Besucher.
Von Sascha Braun im Weilburger Tageblatt
Limburg-Weilburg. „Ich freu mich seit schon seit Monaten wie Bolle auf das Konzert!“ brachte es Michael Müller aus Oberzeuzheim auf den Punkt. Der Grund: seine Frau Cornelia Andersen hatte ihm vergangene Weihnachten die Eintrittskarten für das Rockkonzert von „Status Quo“ und den „Hooters“ geschenkt. Klar, dass der eingefleischte Rockfan der Veranstaltung seit Monaten entgegenfieberte. Lockten doch solche Klassiker wie „Rockin’ All Over the World“ und „In The Army Now“. Oder „Satellite“ von den Hooters!
Im Rahmen ihrer „Quid Pro Quo“-Tour fahren die beiden Bands für zwei Wochen quer durch Deutschland. Dass Limburg eine Tourneestadt wurde, haben einige Rockfans anfangs gar nicht glauben können. Limburg ist wirklich die „kleinste“ Tourneestadt, und etliche logistische Probleme mussten bei der Planung berücksichtigt werden. Drei riesige Trucks hatten die Ausrüstung transportiert: „Das hat es in dieser Größenordnung in Limburg seit Jahren nicht mehr gegeben“, erzählt Stadthallenchef Guido Lindeken. Die Stimmung im Saal war von der ersten Minute an bestens, dafür sorgten die „Hooters“ mit etlichen Klassikern, die frenetisch bejubelt wurden. Unter die vielen Gäste hatten sich sogar Bürgermeister Martin Richard und der Erste Stadtrat Michael Stanke gemischt.
Einige Fans konnten ihre Begeisterung kaum bremsen. Ricardo aus Weilmünster, nach eigenen Worten ein „Fan der ersten Stunde“, erzählte: „Ich dürfte heute zum 38. oder 39. Mal live bei einem Konzert von Status Quo gewesen sein. Da gehst du nie enttäuscht nach Hause!“ Zu Beginn der 70er Jahre sei er Fan geworden, erzählt Ricardo, der mit seinem Freund Jochen, alias „Atze“ aus Grävenwiesbach, stilecht im Fan-T-Shirt gekommen war. Beide betonen: „Ein Konzert mit den Jungs ist das NonplusUltra! Status Quo, das ist einfach nur schöne Partymusik. Egal, wo, wann, wieso und weshalb!“ Was gefällt ihnen am besten an dem Konzert? „Das Schönste ist, wenn die schönen alten Hämmer kommen!“
Und tatsächlich, es gab etliche „alte Hämmer“, die das Limburger Publikum im Laufe des Abends beklatschen konnte. Doch nicht nur aus der heimischen Region kamen Fans, sogar aus dem 200 Kilometer entfernten Gelsenkirchen waren einige angereist. Das hatte seinen guten Grund: der Klassiker „Whatever you want“ von „Status Quo“ wird bei jedem Fußballspiel auf Schalke beim Einlauf der Mannschaft gespielt.
Besonders staunten die Zuschauer über Francis Rossi, seines Zeichens Komponist, Sänger, Gitarrist und Gründungsmitglied der Rockgruppe „Status Quo“, der inzwischen schon 62 Lenze zählt. Aber sein Alter merkte man ihm keineswegs an. Er sprang und hüpfte mit einer Begeisterung über die Bühne, dass es eine wahre Freude war. Viel zu schnell ging das mehr als dreistündige Rockspektakel zu Ende. Aber jeder, der dabei gewesen ist, dürfte sein Kommen nicht bereut haben!
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NNP vom 28.10.2011:
Der Rock-Laster von Status Quo
Der Auftritt von "Status Quo" und "The Hooters" gestern Abend war nicht nur ein musikalischer Höhepunkt. Er war auch eine der größten organisatorischen und technischen Herausforderungen, denen sich die Limburger Stadthalle bisher gestellt hat.
Limburg. Bevor "Status Quo" und als Vorgruppe "The Hooters" von 19.30 Uhr an auf der Stadthallenbühne in die Saiten griffen, hatten 90 Männer in Schwarz jede Menge Schweiß vergossen. Zwölf Stunden lang hatten die Crews der beiden Bands und Helfer der Stadthallengesellschaft den Saal in eine Rock-Arena verwandelt. Drei Riesen-Trucks hatten insgesamt 70 Tonnen Material in schwarzen Kisten zur Halle gebracht. Die wurden gestern Vormittag in den Saal geschleppt, aus dem unten die komplette Bestuhlung entfernt worden war.
Fleißige Hände montierten jedes Ding – vom Scheinwerfer bis zum Mikrofon – an seinen Platz. Allein an der Decke über der Bühne wurde Ton- und Lichtausstattung mit einem Gewicht von etwa acht Tonnen angebracht. "Wir haben eigens dafür die Statik der Bühnendecke neu berechnen lassen", sagte Stadthallenchef Guido Lindeken und blätterte in der 26-seitigen Bühnenanweisung, die die Agenturen eingereicht hatten und an die sich die Stadthallengesellschaft halten muss. Vier Kilometer Kabel mussten zur Verfügung gestellt werden und 726 Ampere Strom für den Live-Act am Abend. Die leeren, schwarzen Kisten wurden in einem Zelt auf dem Europaplatz zwischengelagert. Mehr als 30 Security-Mitarbeiter sorgten für Ordnung. Catering-Kräfte hatten sich in der Clubebene der Halle eingerichtet und sorgten für das leibliche Wohl von Helfern und Bands.
Wenige Stunden vor dem Auftritt von "Status Quo" in der Stadthalle mussten zahlreiche Kisten geschleppt werden.
A propos Musiker – die Rocker von "Status Quo" und "The Hooters" waren tatsächlich schon seit Mittwochvormittag in Limburg! Sie "campierten" in drei Luxusbussen neben der Annakirche. "Sie übernachten nicht im Hotel, sondern haben in ihren Nightlinern alles, was sie brauchen", sagte Lindeken. Damit sind sie gestern Nacht gleich nach dem Konzert wieder abgereist – weiter nach Bayreuth, wo sie heute Abend wieder die Bühne rocken werden.
Die 90 Männer in Schwarz kommen nach, sobald sie gegen vier Uhr morgens die Limburger Stadthalle leergeräumt haben. 70 Tonnen Material müssen dann in die Bayreuther Oberfrankenhalle geschleppt werden. (jub)
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Limburg (bra). Völlig aus dem Häuschen waren mehr als 2000 Zuschauer am Donnerstagabend, als "Status Quo" und als Vorgruppe "The Hooters" die Bühne in der Josef-Kohlmaier-Halle rockten. Im Rahmen ihrer "Quid Pro Quo"-Tour touren die beiden legendären Bands derzeit durch ganz Deutschland und machten auch in Limburg Station. Klar, dass eine ganze Reihe von Klassikern gespielt wurde wie "Whatever You Want", "Rockin’ All Over the World" und "In The Army Now". Das Publikum jedenfalls war restlos begeistert - ein solches Konzert der Extraklasse hat es seit Jahren nicht mehr in Limburg gegeben!
Hier einige Bilder vom Aufbau der riesigen Anlage und vom Auftritt der beiden Topgruppen (Fotos von Sascha Braun):
















